Zusammenhalt stärken – Zukunft gestalten

Liebe Blombergerinnen, liebe Blomberger,

Der Blick in die Zukunft wird überschattet von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Bei der Erstellung und Verabschiedung unseres Wahlprogrammes für die Jahre 2020-2025 waren die Auswirkungen dieser Krise für Wirtschaft und Gesellschaft – sowie nicht zuletzt für unser kommunales Gemeinwesen –  noch nicht hinreichend greifbar. Wir wissen nur: es wird Vieles anders werden. Ein schlichtes „Weiter so“ kann und wird es nicht geben können. Diese Veränderungen wollen wir sozial und gerecht, innovativ und fortschrittlich angehen. 

Was das für uns konkret bedeutet, haben wir in unserem Wahlprogramm für Sie niedergeschrieben. Daran lassen wir uns messen!

Wahlprogramm 2020 – 2025

Die heimische Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen ist die wesentliche Grundlage in unserem Gemeinwesen. Mit der ganzen Bandbreite vom Kleinunternehmer bis zum Weltmarktführer hat Blomberg eine überdurchschnittliche Wirtschaftsstruktur. Die vielfältigen Strukturverbesserungen bei den harten und weichen Standortfaktoren, soweit sie in die Zuständigkeit der Kommune fallen, haben direkt und indirekt zu Investitionen in Millionenhöhe, Neuansiedlungen und insbesondere zu einem deutlichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze geführt. Mit einem Plus von 14,4 % im Zeitraum von 2014 bis 2019 liegt Blomberg hier deutlich besser als der Landes- oder Kreisdurchschnitt (11,0 % / 8,2 %). Ein Beleg für die gute Arbeit der vergangenen Jahre ist zudem die Rückmeldung der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, die dem Standort Blomberg ein positives Zeugnis zugesprochen hat.

Die Schaffung guter Rahmenbedingungen für Industrie, Handel und Gewerbe bleibt eine zentrale Aufgabe für die Kommunalpolitik der kommenden Jahre. Eine immer größere Rolle nimmt dabei der Breitbandausbau ein. Mit großer Dynamik wachsen Anforderungen an einen immer schnelleren Internetanschluss, der vielfach nur mit Unterstützung der öffentlichen Hand realisiert werden kann. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Stadt Blomberg bei den fortlaufenden Ausbauprogrammen nach Kräften ihren Anteil beisteuert. Dies gilt für die Industriegebiete wie gleichermaßen für die gesamte Fläche der Großgemeinde, denn neben dem privaten Nutzen darf nicht vergessen werden, dass viele Freiberufler und Kleinbetriebe auf modernste Kommunikationswege angewiesen sind.

Mit vorausschauender Grundstückspolitik und der Ausweisung neuer Gewerbegebiete konnte die Stadt Blomberg ansiedlungswilligen Betrieben immer ein neues Zuhause anbieten. Dies muss auch für die Zukunft gelten. Frühzeitige Planungssicherheit gehört genauso dazu wie die Weiterführung der Bodenvorratspolitik. Bereits ansässigen Betrieben sind im Sinne einer offensiven Bestandspflege Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort zu ermöglichen.

Nicht zuletzt durch den demografischen Wandel bedingt, wird der Fachkräftemangel für die Betriebe eine immer größere Herausforderung. Um jungen Menschen einen attraktiven Ausbildungs- und Berufsstart zu ermöglich und zugleich der heimischen Wirtschaft wichtige Nachwuchskräfte zu sichern, werden wir das innovative Netzwerk Wirtschaft-Schule für den lippischen Südosten (Stay-LIP-SO) nach Kräften stützen und fördern.

Die SPD Blomberg vertritt einen umfassenden Ansatz zur Stärkung der heimischen Wirtschaft mit den damit verbundenen Arbeitsplätzen. Alle Aktivitäten zur Schaffung einer modernen Infrastruktur, wie in der Stadtentwicklung, Dorferneuerung und in der Bildungslandschaft, dienen nicht nur dem jeweiligen engeren Eigenzweck, sondern sind zugleich wichtige Begleitaspekte für einen dynamischen und zukunftsgewandten Wirtschaftsstandort. Hier wollen wir auch künftig an allen „Stellschrauben drehen“, damit Blombergs Betriebe weiterhin in jeglicher Hinsicht beste Standortbedingungen vorfinden.

Konsequent und ausdauernd hat die Blomberger SPD den von CDU/Grünen 1999 hinterlassenen Schuldenberg von fast 47 Mio. € abgebaut. In der jetzt zu Ende gehenden Wahlzeit konnte erneut die langfristige Verschuldung um 6,4 Mio. € und damit um 23 % gesenkt werden. Die nicht auskömmliche Unterstützung von Bund und Land für die Aufgabenerledigung in den Kommunen schlagen in Form von Kassenkrediten zu Buche. Dennoch ist es gelungen, diese im Kernhaushalt um 2,5 Mio. € auf jetzt 12,5 Mio. € zu reduzieren. Zur Leistungsbilanz dieser Wahlzeit gehört weiterhin, dass es seit 2017 keine Steuererhöhung gegeben hat und seit 2015 keine Erhöhung der Abwassergebühr notwendig wurde. Unsere Stadtwerke halten den Wasserpreis schon seit 1997 stabil. 

Zu einem umsichtigen Umgang mit den städtischen Finanzen gehört für die SPD in Blomberg ein ganzheitlicher Ansatz. Dabei ist es uns in den zurückliegenden Jahren immer gelungen, gemeinsam mit den Kämmerern Rolf Stodieck und Christoph Dolle, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu bewahren und die Zwänge einer Haushaltssicherung zu vermeiden. Investitionen in Substanz und Infrastruktur, die notwendig und nachhaltig sind, haben wir in der Vergangenheit verlässlich finanziert und werden wir – Beispiel Breitbandausbau – auch weiter finanzieren.

Für die Zukunft auch der nächsten Generation halten wir eine Darlehensaufnahme in einem Null-Zins-Umfeld für absolut vertretbar, gesamtwirtschaftlich für sinnvoll und zwingend erforderlich.Im Sinne der Generationengerechtigkeit sind dabei Maßnahmen für die Bildungsinfrastruktur und den Umweltschutz prioritär.

Gerade für den Finanzbereich fallen Zukunfts- und Wahlaussagen in Zeiten der Corona-Krise besonders schwer. Wegbrechende Einnahmen und steigende Ausgaben sind für alle Kommunen in Deutschland eine extreme Belastung für die kommenden Jahre. Hoffnungen auf Hilfen von Bund und Land und eine schnelle Erholung der Wirtschaft bleiben, sind aber keine Garanten für die kommunale Finanzpolitik. Insofern abhängig von den externen Rahmenbedingungen wird die Blomberger SPD im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten den klaren Weg der verantwortungsbewussten und generationengerechten Haushaltspolitik weitergehen. Unter diesen Vorzeichen streben wir ausdrücklich stabile Steuer- und Gebührensätze an. Die Altschulden wollen wir weiter abtragen. Die Nutzung der Sportstätten und der Winterdienst sollen weiter gebührenfrei bleiben.

Der Bildungsstandort Blomberg bietet jedem Kind individuelle Entfaltungsmöglichkeiten und beste Bildungschancen. Wir haben in den vergangenen Jahren mit enormem Finanzaufwand und einem millionenschweren Förderpaket unser Schulzentrum nicht nur modernisiert, sondern ausgebaut, um unseren Kindern eine optimale Lernumgebung zu schaffen. Ebenso wird laufend in die Grundschulen investiert, die zudem nach den Standortentscheidungen über eine optimierte Lehrerversorgung verfügen.

Die SPD in Blomberg hat eine kindgerechte Digitalisierung in unsere Blomberger Schulen getragen. Im Bereich der Medienentwicklungsplanung hat Blomberg kreisweit eine Vorreiterrolle übernommen. Hier haben wir dafür gesorgt, dass mit einem erheblichen Finanzaufwand alle Blomberger Schulen frühzeitig mit mehreren Klassensätzen Tablets auszustatten: Nicht zuletzt in diesem Bereich ist Blomberg damit kreisweit führend.  

Bildung beginnt jedoch schon früher – und sie hört nicht mit dem Schulabschluss auf. Attraktive und an den Bedürfnissen von Familien orientierte Betreuungsangebote im Kitabereich sind uns ebenso wichtig wie der Erhalt und die Förderung unserer Stadtbücherei, der Volkshochschule und der Musikschule. Sie alle tragen zum guten Bildungsstandort Blomberg bei.

Die Blomberger SPD steht auch zukünftig für bestmögliche Voraussetzungen für gute Bildung und Betreuung. Bildung ist der Schlüssel zu Teilhabe, Integration, zu Chancen, Perspektiven und Zukunft. Wir werden uns fortgesetzt für die notwendigen Investitionen in die Bildungsinfrastruktur einsetzen. Hierunter verstehen wir insbesondere den Substanzerhalt sowie die energetische und technische Modernisierung der Blomberger Schulen. Zur Unterstützung neuer pädagogischer Konzepte öffnen wir uns ergänzend für neue Aufgaben als Schulträger mit dem kontinuierlichen Ausbau der Medienentwicklungsplanung und der Digitalisierung.

Auf künftige Veränderungen bei der Nachfrage von Eltern mit ihren Kindern wollen wir mit einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der OGS-, Hort- und Kitalandschaft reagieren. Ergänzend können wir uns den digitalen, kindgerechten Ausbau der Infrastruktur auch im Bereich der Kindertagesstätten vorstellen. 

Die zu erwartenden gesellschaftlichen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit von flächendeckender und bedarfsgerechter Schulsozialarbeit – die gilt es deshalb dauerhaft zu sichern.

Blomberg ist zu Recht stolz auf seine engagierten Dorfgemeinschaften, seine Vereine, das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger und sein vielfältiges Geflecht an sozialen Angeboten. Sie alle tragen dazu bei, dass alle Generationen sich in Blomberg wohlfühlen können. Die Blomberger SPD hat in den letzten Jahren diesen Zusammenhalt, den Fortbestand der zahlreichen Angebote und Anlaufstellen nach Kräften unterstützt und gefördert. 

Wir haben konsequent die Möglichkeiten von Kooperationen genutzt und Chancen auf Verbesserung der Infrastruktur ergriffen. Beispielhaft ist hier das „Haus am Paradies“ (ehem. Grundschule Am Paradies) zu nennen, welches nun durch das Integrationszentrum IZIP und der SOS-Beratungsstelle mit sozialem Leben erfüllt wird. Beim Land NRW konnte erfolgreich eine Umbauförderung von 588.000 € eingeworben werden.

Das in Lippe einzigartige Netzwerk an Kooperationspartnern und Beratungsangeboten – ob in der Kita-Betreuung, im Hort, in der OGS, in der Schulsozialarbeit, im Jugendzentrum oder im IZIP, der Seniorenbetreuung – spannt ein intensives soziales Netz in unserer Kommune, wofür wir Blomberger Sozialdemokraten uns immer besonders eingesetzt haben. Dies gilt es weiter zu stärken und auszubauen: Dafür wollen wir gerne eintreten.

Aus der Fülle der jeweils angepasst fortzuschreibenden Themenfelder stechen für uns beispielhaft heraus: 

  • ein gutes Angebot an Kita-Plätzen und bedarfsgerechte Betreuungsangebote für junge Familien 
  • eine bessere und bedarfsgerechte Vernetzung der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit anderen bestehenden Angeboten und Kooperationspartnern
  • die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine gute Vernetzung der verschiedenen Betreuungs- und Beratungsangebote
  • der Erhalt und die Pflege der vorhandenen Spielplätze im gesamten Stadtgebiet
  • die Weiterführung der Hausaufgabenhilfe
  • die Weiterführung und Ausbau der Ferienspielangebote im Jugendzentrum sowie nicht zuletzt
  • faire und sozial gerechte OGS-Beiträge.

Wir wollen Blomberg attraktiv und lebenswert halten – für junge Familien ebenso wie für unsere Senioren. Wir setzen uns für eine vorbeugende Politik ein, um soziale Problemlagen zu verhindern. Dort, wo sie dennoch auftreten, steht die SPD Blomberg für konkrete und passgenaue Hilfsangebote.

Alle diese Maßnahmen und Projekte machen Blomberg zu einer lebens- und liebenswerten Stadt mit einem großen Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl. Solidarisch ist man nicht allein! 

Mit dem Anspruch, eine moderne und zukunftsgewandte Kleinstadt zu sein, hat sich Blomberg in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Der historische Altstadtkern wurde mit umfangreichen Landesmitteln durchgreifend aufgewertet und ist Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische. Die Modernisierung der Mehrzweckhalle in Istrup und die Anlegung des Festplatzes bedeuteten die Umsetzung der ersten Maßnahmen aus dem IKEK für die Dörfer. Mit der Schaffung des ersten Kunstrasenplatzes in der Großgemeinde wurde ein wichtiges Versprechen für den Blomberger Fußballsport erfüllt. Zur Sicherheit der heimischen Bevölkerung wurde der Brandschutzbedarfsplan systematisch abgearbeitet und so unter anderem die neue Feuerwache in Herrentrup realisiert.

Der attraktive Standort Blomberg ist interessant für Dritte und zieht weitere Investitionen an. Beste Beispiele hierfür sind die Neubauten vom Dienstleistungszentrum des Kreises Lippe, die Rettungswache der Johanniter Unfallhilfe sowie die Projekte privater Bauherren. 

In die Zukunft gerichtet bedeuten diese guten Erfahrungen für die Blomberger SPD, dass mit der Hilfe der Förderprogramme des Landes aktiv die Entwicklung von Kernstadt und Dörfern weiter vorangetrieben werden soll. Hierzu dient das StEK II u.a. mit der Sanierung der Stadtmauer und das IKEK u.a. mit den Wegeverbindungen. Das Radwegenetz wollen wir weiter ausbauen.

Mit der Fortführung des städtischen Förderprogramms „Jung kauft alt“ sollen Anreize für den Erwerb und die Sanierung von älteren Häusern im gesamten Stadtgebiet geschaffen werden. Parallel gilt es, ausreichend Flächen für Bauwillige vorzuhalten. Verdichtung erhält prinzipiell Vorrang vor Ausdehnung in die Fläche, um Natur- und Landschaftsverbrauch auf das unerlässliche Maß zu reduzieren. Dies steht nicht im Widerspruch zu unserer Forderung nach baldiger Realisierung des neuen Baugebietes „Saulsiek II“ in der Kernstadt. Wir möchten möglichst vielen Familien und anderen Bauwilligen eine Perspektive für ihren persönlichen Lebensmittelpunkt in der Blomberger Großgemeinde eröffnen.

Öffentliche Infrastruktur wollen wir erhalten und weiter ausbauen. Dazu gehört nicht zuletzt, dass wir örtliche Initiativen und bürgerschaftliche Projekte, wie zum Beispiel der Bürgerradweg an der L 961 (Hagendonop), nach Kräften unterstützt wollen.

Die anstehende Neufassung des Brandschutzbedarfsplanes wird mit der Umsetzung der definierten Maßnahmen vermutlich beträchtliche Investitionen erfordern. Die Blomberger SPD bekennt sich zu unserer Freiwilligen Feuerwehr und ihren Schutzauftrag für unsere Bevölkerung. Mit Augenmaß und gleichzeitig klarer Orientierung wollen wir die nötigen Schritte gehen – dies gilt für alle Projekte und Maßnahmen, die wir aktiv und zukunftsgewandt angehen wollen!

Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, die von global bis lokal kontinuierlich mehr Einsatz und Konsequenz bedarf. In den unterschiedlichen Politikfeldern findet sich dies in unserem Handeln als Blomberger SPD wieder. 

Einen wichtigen Akteur haben wir dabei mit unserem kommunalen Stadtwerk – den Blomberger Versorgungsbetrieben (BVB), den wir in eine zukunftssichere Kooperation geführt haben. Seit 2013 ist der BVB-Strom auf SPD-Initiative atomstrom- und CO²-frei. Die zurzeit im Bau befindlichen zwei Windkraftanlagen produzieren rechnerisch so viel Strom wie die Haushalte der gesamten Stadt Blomberg im Nieder- und Mittelspannungsbereich im Jahr verbrauchen – damit wären wir in der Energieversorgung „autark“. Neben diesem positiven Beitrag zur Energiewende realisieren die Anlagen den Anspruch auf eine kommunale Wertschöpfung, nicht zuletzt mit der Bürgerbeteiligung für Privatpersonen.

Die BVB sollen weiter günstig Leistungen über die Energienetze bereitstellen und im Niederspannungsbereich kreisweit führend bleiben. Gleichzeitig wird es das Ziel sein, die Netzinfrastruktur leistungsfähig auszubauen, um insbesondere für die Herausforderungen präpariert zu sein, die sich aus dem angestrebten Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben. Der Energie-Treff als Informations- und Beratungsort (Energiesparen, Energieeffizienz, Gebäudemodernisierung) soll erhalten bleiben. Sollten weitere Wind-Anlagen realisiert werden können, so ist eine Bürgerbeteiligung grundlegend und Voraussetzung. Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für E-Mobilität wird von uns unterstützt.

Vermeintlich kleine Maßnahmen leisten in der Summe wertvolle Beiträge zum Umweltschutz: Umrüstung der Straßenbeleuchtung in LED, umfangreiche Neuanpflanzung von Bäumen und die Projekte aus dem zertifizierten eea-Prozess. Wir unterstützen den Blomberger Stadtforst auf seinem schwierigen Weg in Zeiten des Klimawandels.

In der Zukunft gilt es weiterhin, den Stadtwald zu erhalten und an die neuen klimatischen Herausforderungen anzupassen. Die nötigen Investitionen hierfür wollen wir heute für die künftigen Generationen gerne aufbringen.

Die Stadt soll einen aktiven Beitrag zum Kampf gegen Insektensterben und für den Artenschutz durch Initiativen leisten, die mit Blühwiesen und Streuobstwiesen wertvolle Lebensräume schaffen. Flächen in städtischem Besitz, die nicht perspektivisch für Bauland und Bauprojekte vorgehalten werden, sollen sukzessive darauf geprüft werden, inwieweit eine Aufwertung in Richtung biologischer Vielfalt erreicht werden kann. Weiter sind Maßnahmen zur Eindämmung des Energieverbrauchs in städtischen Gebäuden konsequent fortzusetzen (Dämmung, Fenster, Heizung). Aktivitäten zur besseren Mobilität im Nahverkehr, wie das Multimodale Verkehrskonzept der Verkehrsgesellschaft Lippe, wollen wir vor Ort ebenso unterstützen wie Projekte von Umweltschutzverbänden, wie zum Beispiel dem Naturschutzbund Deutschland.

Nichts ist prägender für ein kommunales Gemeinwesen als die Vielfalt von Vereinen und Organisationen. In den unterschiedlichen Bereichen von Sport und Kultur bis hin zu wohltätigen und karitativen Zwecken engagieren sich Menschen in Blomberg ehrenamtlich und sorgen so für eine besondere Form der Lebensqualität in unserer Großgemeinde.     

Zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements gibt es in Blomberg eine Fülle von Unterstützungen und Kooperationen durch und mit der Stadt, nicht zuletzt mit der langjährigen und verlässlichen Förderung der Sport- und Kulturvereine durch die Bürgermeister-Heinrich-Fritzemeier-Stiftung. Der mit 5.000 € dotierte jährliche Heimatpreis wurde durch die SPD beantragt und neu eingeführt. Die Stadt hält beträchtliche Raumkapazitäten wie Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser vor, um den Aktivitäten möglichst viel Raum zu geben. Werden besondere Initiativen ergriffen, so finden sich Fördermöglichkeiten wie bei der Anfinanzierung der „Kulturkneipe Alter Jäger“ in Dalborn oder beim Umbau des Sport- und Schützenhauses in Großenmarpe. Die Großinvestition in einen neuen Kunstrasenplatz für die fußballtreibenden Vereine der Großgemeinde wurde realisiert. 

Die SPD wird auch künftig der Forderung der Gemeindeprüfungsanstalt nach Gebühren für die Sportstätten widersprechen. Vermeintliche Überkapazitäten in öffentlichen Gebäuden sind vielmehr Heimstätten für Sport und Kultur, für Kinder- und Jugendarbeit und werden deshalb weiter vorgehalten.  

Blomberg-Marketing e.V. bündelt vorbildlich ehrenamtliches Engagement im Bereich Kultur, Tourismusförderung und Stadtmarketing bis hin zu Wirtschaftsförderung für Einzelhandel und Gastronomie. Daher kann der Verein auch künftig mit der besonderen Unterstützung der Stadt Blomberg rechnen. Für alle Vereine und Organisationen gilt: Trotz der schwierigen finanziellen Bedingungen wird sich die SPD dafür sehr deutlich einsetzen, dass es keine Einschnitte bei der bisherigen Unterstützung und Förderung unserer Vereine und Organisationen vor Ort gibt. 

Für die Zukunft gilt weiterhin unsere Philosophie: Wer sich ehrenamtlich engagiert, hat Unterstützung verdient – und bekommt diese auch. Dies wird regelmäßig nicht einfach nur mit einem Geldbetrag zu leisten sein, sondern braucht pragmatische Lösungswege. Gerade bei neuen Projekten kommt der Eigeninitiative und der Kooperation besondere Bedeutung zu. 

Wir wissen und wertschätzen, welchen Beitrag unsere Vereine, Organisationen und Gemeinschaften für und in unserer Großgemeinde Blomberg leisten – dies wird bei den notwendigen Gesamtabwägungen in allen künftigen Entscheidungen durchgängig eine herausragende Rolle einnehmen müssen.    

Die Blomberger SPD hat seit 1999 die gestaltende Rolle und trägt maßgeblich die politische Verantwortung für unsere Stadt. Gerade über diesen langen Zeitraum und somit unabhängig von einzelnen Momentaufnahmen in den jeweiligen Wahlperioden wird mit einem Gesamtblick deutlich, dass unser politischer Kompass die Großgemeinde auf einen guten Kurs gebracht hat. Wir brauchen keinen Vergleich mit anderen Kommunen unserer Größenordnung zu scheuen: Blomberg ist ein attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Bildungsstandort und unangefochtenes Mittelzentrum im lippischen Südosten!

Zu diesem positiven Bild tragen viele Menschen in unserer Stadt bei. In Wirtschaft und Gesellschaft wissen wir von der Bedeutung, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Dieser Zusammenhalt ist uns sehr wichtig – ihn wollen wir pflegen und weiter stärken.

Auf unserem Weg haben wir schon viele Ziele erreicht, doch die Reise geht weiter. Immer wieder neu stellen sich die Fragen nach den Möglichkeiten zur Sicherung und zum Ausbau der Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger. Gerade in der zu erwartenden Neuorientierung nach der Corona-Krise braucht es bei schwierigen Rahmenbedingungen eine klare Orientierung für die Zukunft. 

Wir Blomberger Sozialdemokraten setzen bei dem notwendigen Neuanfang auf unseren zentralen Wertekanon von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Mit dieser Richtschnur und zugleich einer pragmatischen und bürgernahen Herangehensweise wird es uns gelingen, die Herausforderungen der Zukunft zu guten und sozial gerechten Lösungen zu bringen. Hierfür tritt eine gute Mischung von jungen und erfahrenen Kräften mit ihren Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen an.

Gemeinsam mit unserem neuen Bürgermeister Christoph Dolle an der Stadt- und Verwaltungsspitze blicken wir positiv nach vorne. Mit einem besonderen Sinn für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in unserer Stadt wollen wir gerade in „stürmischer See“ Kurs halten: für ein modernes und zukunftsgewandtes, ein lebendiges und attraktives Blomberg!

Hierfür bitten wir Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung! Bitte gehen Sie am 13. September 2020 zur Kommunalwahl und unterstützen Sie mit Ihren Stimmen den/die SPD-Ratskandidaten/-in und unseren neuen Bürgermeister Christoph Dolle!