Kommunalpolitik Einmütiger Personalvorschlag: Christoph Dolle soll neuer Bürgermeister werden

Gemeinsame Presseerklärung von SPD-Stadtverband Blomberg, SPD-Fraktion Blomberg und Bürgermeister

 

Blomberg. In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern SPD-Stadtverbandsvorsitzender Thorsten Klatt von Eupen, SPD-Fraktionsvorsitzender Günther Borchard und amtierender Bürgermeister Klaus Geise den aktuellen Beigeordneten und Kämmerer der Stadt, Christoph Dolle, zur Kandidatur für das Bürgermeisteramt bei der anstehenden Kommunalwahl auf. Nach Geises Verzicht auf eine erneute Kandidatur zeigen die Sozialdemokraten mit ihrem Personalvorschlag eine schnelle Reaktion.

 

SPD-Parteichef Klatt van Eupen spricht sich klar für Dolle aus: „Er hat sich in seiner Zeit als erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt durch seine Fachkompetenz und vertrauensvolle Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg Respekt und Anerkennung verdient. Mit der Ausübung dieses wichtigen Amtes konnte er sowohl die erforderliche Verwaltungs- wie auch die notwendige Führungserfahrung bereits unter Beweis stellen und ist daher aus unserer Sicht ohne Zweifel dazu in der Lage, das Amt des Bürgermeisters auszufüllen. Durch die besonders offene und freundliche Art und Weise mit Menschen umzugehen, ist Christoph Dolle im Hinblick auf unser Anforderungsprofil für den Bürgermeister ein absoluter Wunschkandidat für die Blomberger SPD.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Günther Borchard hält den Personalvorschlag Dolle für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters für sehr überzeugend. "Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn er sich entschließen würde, bei der Kommunalwahl als Bürgermeister zu kandidieren," fährt Borchard fort und wird noch deutlicher: "Dies ist nicht nur meine Meinung, die ich hier wiedergebe. Eine Kandidatur von Dolle hat die volle Unterstützung des Fraktionsvorstandes. Dieses Votum ist insbesondere inhaltlich begründet, denn ein hauptamtlicher Bürgermeister ist Verwaltungschef und braucht deshalb Führungserfahrung. Er muss Verantwortung tragen. Gerade in diesen Bereichen kann der Vorgeschlagene viel Erfahrung und erfolgreiches Wirken vorweisen. Im wichtigen Gebiet der Finanzen hat er besondere Fachkenntnisse, was sich überzeugend im Haushaltsplan für 2020 dokumentiert. In den Sitzungen der Fachausschüsse seines Zuständigkeitsbereiches zeigte er mit seiner souveränen und offenen Art, dass er mit Blick auf die repräsentativen Aufgaben eines Bürgermeisters auch diese Ansprüche an das Amt sehr gut erfüllen kann. Dies alles sind aus Sicht der Fraktion gewichtige Gründe sich für eine Kandidatur Dolles stark zu machen."

Die Vorstände beider SPD-Gremien haben sich sehr zur Freude des amtierenden Bürgermeisters einstimmig für Dolle ausgesprochen: „Unsere Stadt braucht einen fachlich und persönlich überzeugenden „Ersten Bürger“. In den letzten Jahren der engen Zusammenarbeit habe ich Christoph Dolle als einen dynamischen, kompetenten und zugleich als sozialen Menschen kennengelernt, den ich mir in jeglicher Hinsicht als meinen Nachfolger im Amt nur wünschen kann,“ so Geise.

Die drei führenden Blomberger Sozialdemokraten erwarten nun eine kurzfristige Entscheidung und Erklärung Dolles zur Kandidatur: „Wir haben Verständnis für seinen Wunsch um ein paar Tage Bedenkzeit. Es ist nun an ihm, seine Bereitschaft zu dieser ganz besonderen Personenwahl zu äußern. Unsere Unterstützung und die der SPD hat er,“ so Klatt van Eupen, Borchard und Geise unisono. 

Veröffentlicht am 27.04.2020

 

Will im Herbst seinen Schreibtisch räumen: Bürgermeister Klaus Geise verzichtet auf eine erneute Kandidatur Kommunalpolitik Klaus Geise verlässt das Rathaus

Blomberg. In der jüngsten Ratssitzung erklärte Bürgermeister Klaus Geise (62), dass er bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 nicht mehr zur Wahl steht. Anlass genug für den Stadtboten (STB), mit dem Stadtoberhaupt über seine Beweggründe zu sprechen.  

STB: Mit Ihrer Entscheidung nicht wieder anzutreten, verzichten Sie auf eine gut mögliche vierte Amtszeit und haben viele Menschen, auch in Ihrer eigenen Partei, damit überrascht. Was waren Ihre Beweggründe?

Klaus Geise (KG): Die Gründe sind rein persönlicher Natur. Den Beruf des Bürgermeisters übe ich immer noch sehr gerne aus. Die neue Wahlperiode geht jedoch bis 2025 – da wäre ich dann 67 Jahre alt. Meine Einschätzung ist: Gerade in den Folgejahren der Coronakrise, die die Stadtpolitik und Verwaltung vor viele neue Herausforderungen stellen wird, braucht es eines in jeglicher Hinsicht fittem Stadtoberhaupt. Meine Entscheidung wäre aber auch ohne die Pandemie so ausgefallen.

STB: Da bekommen Sie jetzt aber zum Altersargument einen Widerspruch, denn in den USA möchte ein 74-jähriger Präsident bleiben …

KG: Na ja, der Vergleich hinkt wohl ein wenig. Aber ernsthaft: Als Bürgermeister einer Kleinstadt ist man zunächst Behördenleiter und gleichzeitig erster Sachbearbeiter – mit allgemeinen Grundsatzentscheidungen und Repräsentation alleine ist es da nicht getan. Meine persönliche Entscheidung hängt insofern nur mittelbar mit dem reinen Lebensalter zusammen. Wie sagt man so treffend: „Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören …“ Und so gehe ich im Herbst mit Freude aus dem Amt.

STB: Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte seit Ihrer ersten Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2004?

KG:  Oh, Entschuldigung, für einen Rückblick ist es mir deutlich zu früh. Ich bin noch ein halbes Jahr im Amt und ich möchte diese Zeit gemeinsam mit Rat und Verwaltung nutzen, um noch laufende Projekte abzuschließen und vor allem die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise so gut wie möglich zu meistern.

STB: Wen wünschen Sie sich denn als Nachfolger oder Nachfolgerin?

KG: Wenn Sie mich so fragen: Jemanden, der gerade in diesen bewegten Zeiten für Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit steht – jemanden, der eine Verwaltung führen und zugleich als Moderator überparteilich kommunalpolitische Prozesse erfolgreich lenken kann, ohne dabei sein eigenes politisches Profil zu verbergen. Neben einer gewissen Durchsetzungsfähigkeit sollte aber nicht zuletzt das Herz für unsere Stadt schlagen: Freude und Begeisterung für die Großgemeinde und für die Menschen in ihr!

STB: Vielen Dank für das Gespräch und Ihnen alles Gute!    

 

Veröffentlicht am 24.04.2020

 

Bürgermeister Klaus Geise Kommunalpolitik Klaus Geise kandidiert nicht erneut

SPD-Parteispitze bedauert Rückzug des Bürgermeisters

Blomberg. Mit einer persönlichen Erklärung in der jüngsten Ratssitzung informierte Bürgermeister Klaus Geise das Gremium über seinen Entschluss, bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 nicht erneut für dieses Amt anzutreten. Geise: „Nach 20 Jahren im Verwaltungsvorstand, davon 16 Jahre als Bürgermeister, stehe ich nun aus rein privaten Gründen für die nächste Wahlzeit nicht mehr zur Verfügung.

Für die Spitze der Blomberger Sozialdemokraten kam diese Entscheidung nicht gänzlich überraschend: „Der Bürgermeister hat intern frühzeitig zum Ausdruck gebracht, dass er sich für seine persönliche Zukunft alle Optionen offenhält. Die SPD-Fraktion hätte ausgesprochen gerne Klaus Geise weiterhin in seinem Amt gesehen. Ein Amt, das er mit viel Kompetenz und politischem Geschick parteiübergreifend immer zum Wohle unserer Stadt ausgefüllt und zugleich mit seiner Person geprägt hat. Deswegen bedauern wir diesen Schritt sehr, haben aber gleichzeitig viel Verständnis für diesen Schritt in den politischen Ruhestand“, so Vorsitzender Günther Borchard. Die Sozialdemokraten stehen nun als führende politische Kraft in Blomberg vor der Aufgabe, den Wählern kurzfristig ein gutes Personalangebot für das Bürgermeisteramt zu machen. Hierzu SPD-Stadtverbandsvorsitzender Thorsten Klatt van Eupen: „Wir organisieren jetzt eine enge Taktung der Parteigremien. Wir werden der Öffentlichkeit baldmöglichst unsere Überlegungen mitteilen, sind uns aber jetzt schon sicher, für den 13. September gemeinsam mit den Ratskandidatinnen und –kandidaten ein überzeugendes Personalpaket der SPD zur Wahl stellen zu können. Dies beinhaltet ausdrücklich einen ebenfalls überzeugenden Bürgermeisterkandidaten.“  

Veröffentlicht am 19.04.2020

 

Kämmerer Christoph Dolle Kommunalpolitik Haushalt 2020 ohne Steuererhöhungen

Kämmerer Christoph Dolle legt Etatentwurf vor

Blomberg. In der Novembersitzung des  Rates brachte Kämmerer Christoph Dolle  den Entwurf für den Haushalt 2020 ein.  Der Haushaltsplanentwurf kommt ohne  Steuererhöhungen aus, ist über die  Ausgleichsrücklage ausgeglichen und  wartet mit Investitionen auf, die in ihrer  Höhe den Ressourcenverbrauch sogar  übersteigen, so dass keine Substanzverringerung eintritt. Wie angespannt die Haushaltssituation  in Blomberg dennoch ist,

Veröffentlicht am 14.12.2019

 

Kommunalpolitik Kommentar

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

im nicht öffentlichen Teil der Ratssit- zung wurden die Mitglieder im Mai  dieses Jahres darüber unterrichtet,  dass der Stadt Fördermittel in großer  Höhe durch fehlerhaftes Handeln in  der Verwaltung entgangen sind. Wir  waren uns im Rat fraktionsübergreifend einig, dass neben der lückenlosen Aufklärung des Vorganges die  Schadensbegrenzung für die Stadt  allergrößte Priorität genießt. Dies  umso mehr, da nicht nur arbeitsrechtliche Fragen zu klären waren, sondern  auch auszuloten war, welche Maßnahmen durch Auftragsnehmer, Fördermittelgeber und Versicherung zu  einer Reduzierung des städtischen  Schadens beitragen können. Dabei ist es in meinen Augen vollkommen unerheblich, ob die betroffenen  Maßnahmen einvernehmlich oder  mehrheitlich beschlossen wurden.  Der Schaden bleibt der gleiche. Einmütigkeit bei der Maßnahme macht die Sache nicht besser. Dass die Frage nach einem Organisationsverschulden aufgeworfen wird,  ist nachvollziehbar. Wenn aber Fraktionen mit dem Gutachten deshalb  nicht zufrieden sind,

Veröffentlicht am 14.12.2019

 

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05.06.2020 19:15 Bernhard Daldrup zu Kommunen im Konjunkturpaket
Milliardenschwere Entlastung der Kommunen im Konjunkturpaket Der Bund erstattet den Kommunen für das Jahr 2020 die Hälfte der Gewerbesteuerausfälle in Höhe von 5,9 Milliarden Euro. Darüber hinaus erhöht er dauerhaft seinen Anteil an den Kosten der Unterkunft für Langzeitarbeitslose. Die Städte und Gemeinden haben dadurch jedes Jahr vier Milliarden Euro mehr in den Kassen. Die

04.06.2020 05:10 Koalition einigt sich auf Konjunkturpaket – „Mit Wumms“
Insgesamt 130 Milliarden Euro nehmen Bund und Länder für ein großes Konjunkturpaket in die Hand. Allein 120 Milliarden Euro davon kommen vom Bund. Im Mittelpunkt stehen Unterstützung für Familien, eine Mehrwertsteuersenkung und die Entlastung der Kommunen. Auch die Stromkosten sollen sinken. Und für Branchen, die besonders von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind, wird es

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Familien sind von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besonders betroffen. Sie hatten zum Beispiel durch die Schließung von Schulen und Kitas besondere Lasten zu tragen. Noch immer können viele Eltern aufgrund der eingeschränkten Kita- und Schulöffnungszeiten nicht voll arbeiten. Deswegen wollen wir sie gezielt mit einem Kinderbonus unterstützen: 300 Euro einmalig zur freien Verfügung für

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Die Proteste in den USA nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd schlagen in Gewalt um. Die Gründe sind für SPD-Fraktionsvizin Gabriela Heinrich klar: struktureller Rassismus und ein populistischer Präsident. „Ich trauere mit den Demonstrierenden in den USA um den getöteten George Floyd. Ich habe Verständnis für die Wut, ihr Protest ist selbstverständlich. Das gewaltsame Umschlagen

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Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag. An dem Tag macht auch die SPD-Bundestagsfraktion auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam. „Der Internationale Kindertag am 1. Juni findet in diesem Jahr unter den aller Orten zu spürenden Auswirkungen des Corona-Virus statt. Kinder und ihre Familien stehen derzeit oft unter noch mehr Druck als es ohne

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