Trotz Inklusion: Förderschule weiter stark nachgefragt

Schule und Bildung


Klaus-Peter Hohenner

70.000 Euro Mehrbelastung bedeutet Handlungsbedarf

Kreis Lippe/Blomberg. Unter dem Vorsitz  von Klaus-Peter Hohenner (SPD) befasste  sich die Verbandsversammlung der  Pestalozzischule Blomberg mit der Entwicklung der Förderschulen im Kreis  Lippe. Während schon mehrfach aufgrund  sinkender Schülerzahlen sowie der Landesanstrengungen zur Inklusion Förderschulen schließen mussten, so erfreut  sich die Pestalozzischule weiterhin eines  guten Zuspruchs von Eltern und Kindern  aus weiten Teilen von Lippe. Nachteil:  Die Aufwendungen zur Beschulung auswärtiger Kinder steigen und müssen vom  Verband ausgeglichen werden.

 Der Schulverband Pestalozzischule Blomberg besteht aus den Städten Blomberg,  Lügde und Schieder-Schwalenberg sowie  dem Kreis Lippe und wird zurzeit von 182  Schüler/-innen besucht. Durch die Schlie- ßung anderer Förderschulen finden aktuell 28 Kinder aus Dörentrup, Extertal,  Horn-Bad Meinberg, Kalletal, Lemgo und  Schlangen den Weg nach Blomberg. Die  zusätzlichen Beförderungskosten hat der  Schulverband zu tragen. Verbandsvorsteher Klaus Geise: „Es ist eine Regelung  zu treffen, wer diese zusätzlichen Kosten  in Höhe von rund 70.000,00 Euro trägt.  Dieser Mehraufwand kann nicht zu Lasten der Stadt Blomberg gehen. In Gesprächen  mit dem Kreis Lippe werden wir für eine  Verbesserung der Situation eintreten.“  Kurzfristig teilen sich zunächst die drei  Trägerstädte nach dem Einwohnerschlüssel diese Kosten.  Im Rahmen der Verbandsversammlung  der Pestalozzischule wurde dem Haushalt  2017 durch die Träger die Zustimmung  erteilt. Die Verbandsumlage von rd.  685.000 € teilen sich der Kreis Lippe  (348.000 Euro), die Stadt Blomberg  (178.000 Euro) sowie Schieder-Schwalenberg (86.000 Euro) und Lügde (73.000  Euro), Zahlen jeweils gerundet.

 
 

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