Klaus Geise verlässt das Rathaus

Kommunalpolitik


Will im Herbst seinen Schreibtisch räumen: Bürgermeister Klaus Geise verzichtet auf eine erneute Kandidatur

Blomberg. In der jüngsten Ratssitzung erklärte Bürgermeister Klaus Geise (62), dass er bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 nicht mehr zur Wahl steht. Anlass genug für den Stadtboten (STB), mit dem Stadtoberhaupt über seine Beweggründe zu sprechen.  

STB: Mit Ihrer Entscheidung nicht wieder anzutreten, verzichten Sie auf eine gut mögliche vierte Amtszeit und haben viele Menschen, auch in Ihrer eigenen Partei, damit überrascht. Was waren Ihre Beweggründe?

Klaus Geise (KG): Die Gründe sind rein persönlicher Natur. Den Beruf des Bürgermeisters übe ich immer noch sehr gerne aus. Die neue Wahlperiode geht jedoch bis 2025 – da wäre ich dann 67 Jahre alt. Meine Einschätzung ist: Gerade in den Folgejahren der Coronakrise, die die Stadtpolitik und Verwaltung vor viele neue Herausforderungen stellen wird, braucht es eines in jeglicher Hinsicht fittem Stadtoberhaupt. Meine Entscheidung wäre aber auch ohne die Pandemie so ausgefallen.

STB: Da bekommen Sie jetzt aber zum Altersargument einen Widerspruch, denn in den USA möchte ein 74-jähriger Präsident bleiben …

KG: Na ja, der Vergleich hinkt wohl ein wenig. Aber ernsthaft: Als Bürgermeister einer Kleinstadt ist man zunächst Behördenleiter und gleichzeitig erster Sachbearbeiter – mit allgemeinen Grundsatzentscheidungen und Repräsentation alleine ist es da nicht getan. Meine persönliche Entscheidung hängt insofern nur mittelbar mit dem reinen Lebensalter zusammen. Wie sagt man so treffend: „Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören …“ Und so gehe ich im Herbst mit Freude aus dem Amt.

STB: Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte seit Ihrer ersten Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2004?

KG:  Oh, Entschuldigung, für einen Rückblick ist es mir deutlich zu früh. Ich bin noch ein halbes Jahr im Amt und ich möchte diese Zeit gemeinsam mit Rat und Verwaltung nutzen, um noch laufende Projekte abzuschließen und vor allem die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise so gut wie möglich zu meistern.

STB: Wen wünschen Sie sich denn als Nachfolger oder Nachfolgerin?

KG: Wenn Sie mich so fragen: Jemanden, der gerade in diesen bewegten Zeiten für Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit steht – jemanden, der eine Verwaltung führen und zugleich als Moderator überparteilich kommunalpolitische Prozesse erfolgreich lenken kann, ohne dabei sein eigenes politisches Profil zu verbergen. Neben einer gewissen Durchsetzungsfähigkeit sollte aber nicht zuletzt das Herz für unsere Stadt schlagen: Freude und Begeisterung für die Großgemeinde und für die Menschen in ihr!

STB: Vielen Dank für das Gespräch und Ihnen alles Gute!    

 

 
 

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