Bürgermeister-Kandidat Christoph Dolle (SPD) ist optimistisch

Allgemein


Christoph Dolle

Stadtboten- Interview

 

Blomberg. Der Stadtbote traf den Bürgermeisterkandidaten der SPD, Christoph Dolle, und befragte ihn zu seinen Beweggründen für die Kandidatur, zu seiner Einschätzung zu aktuellen Themen und zu seinen Zielen als Bürgermeister.

 

Stadtbote (StB): Herr Dolle, Ende April hat Klaus Geise öffentlich erklärt, nicht erneut als Bürgermeister anzutreten. Am 15. Mai hat die SPD sie einstimmig als Kandidaten nominiert. Wie haben Sie selbst diese Zeit wahrgenommen?

 

Christoph Dolle (CD): Das war eine sehr bewegte und intensive Phase für mich. Ich habe mich sehr über den großen Zuspruch über die Parteigrenzen hinweg und die zahlreichen Ermunterungen gefreut und das als sehr große Ehre empfunden, ist es doch keine Selbstverständlichkeit für mich.

 

StB: Welche Gedanken gingen Ihnen unmittelbar nach der Nominierung durch den Kopf?

 

CD: Klaus Geise hinterlässt große Fuß-stapfen und ich bin sehr froh über die tolle Zusammenarbeit und dankbar für die wichtigen Erfahrungen mit ihm im Verwaltungsvorstand. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und den Herausforderungen, aber ich habe gleicher-maßen auch viele Ideen und ordentlich Energie, mit der ich mich für Blomberg einsetzen möchte.

 

StB: Vor Ihrer Wahl zum Blomberger Beigeordneten und Kämmerer im Jahr 2017 waren Sie bereits als Jurist im Innenministerium, mehreren Bezirksregierungen und unter anderem am Dortmund Airport tätig. Wie haben Sie den Wechsel in die Kleinstadt Blomberg und die Kommunalverwaltung empfunden?

 

CD: Die wertvollen beruflichen Erfahrungen möchte ich ebenso wenig missen wie die damit verbundenen Aufenthalte und Lebenserfahrungen in verschiedenen Großstädten. Gleichwohl habe ich meine Wurzeln ja in Warburg, einer fast genauso idyllischen Kleinstadt wie Blomberg. Mir sind das Leben und die Arbeit in einer ländlichen Kleinstadt also nicht fremd. Im Gegenteil, ich fühle mich im ländlichen Raum unheimlich wohl und engagiere mich auch seit meiner frühen Jugend ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen. Die Entscheidung, 2017 mit meiner Wahl zum Beigeordneten mit „Haut und Haaren“ Blomberger und somit Beutelipper zu werden, habe ich ganz bewusst getroffen und seitdem noch keinen Tag bereut.

 

StB: Sie sprechen das Vereinsleben und das Ehrenamt an. Wo trifft man Sie denn in Blomberg außerhalb des Rathauses an?

 

CD: Ich bin immer noch unheimlich positiv überrascht, wie herzlich und offen die Blomberger und Blombergerinnen mich hier aufgenommen haben. Ich habe mir dann 2018 sehr zügig eine Wohnung in der Bahnhofstraße genommen und genieße die kurzen Wege. Ob bei den Spielen der HSG, selbst beim TC Blomberg auf dem Tennisplatz, bei den Schützen des Immertreu-Rotts oder den abwechslungsreichen Vortragsabenden der NaBu-Gruppe im „Alten Krug“ – die Blomberger haben es mir sehr leicht gemacht, mich schnell wohl zu fühlen. Ich habe aber in den vergangenen Jahren auch die Geselligkeit beim Karneval und das Engagement des Istruper Heimatvereins sehr schätzen gelernt. Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren Mitglied in der Kriegsgräberfürsorge, der AWO und natürlich in der SPD.In meiner Freizeit gehe ich gern im Stadtwald oder am Philosophenweg spazieren.

 

StB: Mit welchem Antritt und mit welcher Philosophie wollen Sie nach der Wahl als Bürgermeister die Geschicke der Stadt lenken? Wofür stehen Sie?

 

CD: Auf der Basis stabiler Finanzen müssen wir das Gemeinwesen und den Zusammenhalt stärken. Gerne möchte ich eine zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung weiter vorantreiben, dabei den Wirtschaftsstandort mit seinen wertvollen heimischen Akteuren und den wichtigen lokalen Arbeitsplätzen fördern und stärken. Der Bildungsstandort Blomberg muss weiterentwickelt werden. Zu einer lebenswerten Gesamtgemeinde gehören neben der Kernstadt auch alle 18 Blomberger Dörfer, deren Attraktivität erhalten und mit der Weiterentwicklung des IKEK gefördert werden muss. Eine konsequente und bürgernahe Verwaltungsmodernisierung ist mir ein Anliegen. Nicht zuletzt die aktuelle Krise zeigt uns, dass wir die Chancen von Digitalisierung und Homeoffice effizienter und mutiger nutzen müssen. Sicher hat nach der Krise die Stabilisierung und Stärkung von Wirtschaft und Sozialstandort Vorrang, aber eine Herzensangelegenheit treibt mich darüber hinaus besonders um: Unsere Wälder leiden seit einigen Jahren enorm. Hier braucht es große, gemeinsame Kraftanstrengungen für unsere grüne Lunge, den Blomberger Stadtwald.

 

StB: Wie sehen Sie Ihre Rolle als Bürgermeister im Rat?

 

CD: Mir ist bei den inhaltlichen Herausforderungen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Parteien zum Wohle aller Bürger sehr wichtig. Mit dieser überparteilichen Herangehensweise habe ich als Beigeordneter und Kämmerer sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte das auch in einer neuen Funktion gern so weiter pflegen. Fairness und Augenhöhe mit dem gesamten Stadtrat gehören für mich genauso zu den demokratischen Gepflogenheiten wie konstruktive Kritik.

StB: Die öffentliche Hand wird in der Folge der Corona-Krise mit drastischen Einnahmeeinbrüchen zu rechnen haben. Wie wollen Sie da in Blomberg gegensteuern?

 

CD: Blomberg braucht in dieser Situation ein konsequentes und kompetentes Krisenmanagement, um die richtigen Weichen zu stellen. Wir erleben im Haushaltsjahr 2020 Einbrüche bei der Gewerbesteuer und in anderen Steuerarten um einige Millionen Euro. Neben den enormen sozialen und organisatorischen Herausforderungen stellt diese Situation auch die heimischen Unternehmen vor große Probleme.

 

StB: Wie wollen Sie diese Probleme angehen?

 

CD: Zum einen müssen wir politisch die Rahmenbedingungen schaffen, um der Wirtschaft eine verlässliche und stabile Basis für eine Konsolidierung zu bieten. Die fehlenden Steuereinnahmen bei gleichzeitig enormem Mehraufwand für Hygiene-, Betreuungs- und Organisationsausgaben können wir nur mit einer planvollen und umsichtigen Aufgaben- und Ausgabenkontrolle, einem professionellen Fördermanagement ggf. auch einer stärkeren Initiative hin zu interkommunaler Aufgabenteilung kompensieren. Es wird in den kommenden Jahren darauf ankommen, im Rahmen einer maßvollen Haushaltspolitik Synergieeffekte herauszukristallisieren, gleichzeitig müssen wir aber auch wichtige und dringend not-wendige Investitionen in unser Gemeinwesen tätigen. Ich verstehe mich hier als Krisenmanager und suche nach den besten Lösungen für Blomberg.

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 001539727 -

07.07.2020 10:33 Digitale Ausstattungsoffensive – 500 Millionen für mehr Bildungsgerechtigkeit
Gute Nachrichten für Schülerinnen und Schüler, die zuhause nicht auf Laptops zugreifen können. Auf Initiative der SPD stellt der Bund den Ländern ab sofort 500 Millionen Euro bereit, damit diese Laptops oder Tablets an Kinder und Jugendliche ausleihen. „Eine tolle Zukunftsinvestition, damit auch wirklich alle Kinder und Jugendliche gleichberechtigt lernen können“, sagt SPD-Chefin Saskia Esken.

07.07.2020 10:14 Rix/Ortleb zu Gleichstellungsstiftung
Gleichstellungsstiftung des Bundes kommt Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion haben sich die Koalitionsfraktionen auf die Einrichtung einer Stiftung zur Förderung der Gleichstellung verständigt und damit den Weg für eine nachhaltige Gleichstellung in allen Lebensbereichen geebnet. „Gleichstellung in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit. Mit der Einrichtung der Gleichstellungsstiftung nehmen wir die

04.07.2020 10:29 Kohleausstieg: Strukturwandel verantwortungsvoll gestalten
Der Deutsche Bundestag hat heute das Kohleausstiegsgesetz und Strukturstärkungsgesetz beschlossen und stellt damit die Weichen für eine sozialverträgliche und klimaneutrale Wirtschafts- und Energiepolitik. „Zum ersten Mal hat eine Bundesregierung einen klaren Pfad für einen ökonomisch- und sozialverträglichen und rechtssicheren Kohleausstieg vorgelegt. Energiewende wird jetzt sehr konkret. Das ist weit mehr als das, was vor drei

02.07.2020 16:35 Die Grundrente kommt! Respekt!
Frauen und Männer, die nur wenig Rente haben trotz eines langen Arbeitslebens, werden künftig spürbar mehr in der Tasche haben. Die Grundrente kommt! Wer 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, hat künftig Anspruch auf die Grundrente, wenn ansonsten die Rente zu niedrig wäre. Auch Jahre, in denen die eigenen Kinder erzogen oder Angehörige

29.06.2020 16:36 Kinderbonus ist beschlossene Sache
Der Deutsche Bundestag hat heute den Kinderbonus zusammen mit weiteren Teilen des Konjunkturpaktes beschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrats werden im September 200 Euro und im Oktober 100 Euro automatisch zum Kindergeld ausgezahlt. In Kombination mit weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel der Senkung der Mehrwertsteuer und dem erhöhten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende werden Familien spürbar mehr

Ein Service von info.websozis.de