Christoph Dolle erklärt seine Kandidatur als Bürgermeister

Blomberg. Wie von der Blomberger SPD einmütig gewünscht, hat sich jetzt der städtische Beigeordnete und Kämmerer Christoph Dolle positiv zu einer Kandidatur als neuer Blomberger Bürgermeister geäußert und sich öffentlich erklärt.

In einer Pressekonferenz vor dem Martiniturm erläuterte der 43-jährige seine politischen Schwerpunkte und seine ersten Ziele: „Gerne möchte ich eine zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung weiter vorantreiben, dabei den Wirtschaftsstandort mit seinen wertvollen heimischen Akteuren und den wichtigen lokalen Arbeitsplätzen fördern und stärken. Der Bildungsstandort Blomberg muss weiterentwickelt werden. Zu einer lebenswerten Gesamtgemeinde gehören neben der Kernstadt auch alle 18 Blomberger Dörfer, deren Attraktivität erhalten und mit der Weiterentwicklung des IKEK gefördert werden muss. Ganz grundsätzlich möchte ich auf der Basis stabiler Finanzen das Gemeinwesen und den Zusammenhalt stärken.“

Der Kandidat wirft einen weiteren Blick nach vorne: „Wir brauchen nach der Corona-Krise neue kommunale Fragestellungen und Antworten. Sicher hat nach der Krise die Stabilisierung und Stärkung von Wirtschaft und Sozialstandort Vorrang, aber eine Herzensangelegenheit treibt mich darüber hinaus um: Unsere Wälder leiden seit einigen Jahren enorm. Hier braucht es große, gemeinsame Kraftanstrengungen für unsere grüne Lunge, den Blomberger Stadtwald.“

Im Rathaus sieht der Verwaltungsexperte neue Entwicklungsmöglichkeiten: „Eine konsequente und bürgernahe Verwaltungsmodernisierung ist mir ein Anliegen. Nicht zuletzt die aktuelle Krise zeigt uns, dass wir die Chancen von Digitalisierung und Homeoffice effizienter und mutiger nutzen müssen.“

Wenngleich seine Kandidatur in erster Linie von der SPD getragen wird, so stellte Dolle im Pressegespräch unmissverständlich klar: „Mir ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Parteien zum Wohle aller Bürger sehr wichtig. Mit dieser überparteilichen Herangehensweise habe ich als Beigeordneter und Kämmerer sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte das auch in einer neuen Funktion gern so weiter pflegen. Fairness und Augenhöhe mit dem gesamten Stadtrat gehören für mich genauso zu den demokratischen Gepflogenheiten wie konstruktive Kritik.“

Dolle ist 43 Jahre alt, ledig in fester Partnerschaft und Vater einer 10jährigen Tochter. Nach dem Abitur in Warburg hat er das Studium der Rechtswissenschaften in Münster und Köln abgeschlossen. Seine wesentlichen beruflichen Stationen waren vor seiner Wahl in Blomberg: Rechtsreferendar mit Schwerpunktstationen im Innenministerium NRW in Düsseldorf und in einer auf Verwaltungsrecht und Sozialrecht spezialisierten Anwaltskanzlei in Bielefeld. Danach folgten Tätigkeiten beim Dortmund Airport als Assistent der Geschäftsführung und bei der Landesverwaltung NRW, unter anderem in Dezernaten bei der Bezirksregierung Arnsberg und der Bezirksregierung Detmold.

Das langjährige SPD-Mitglied ist weiterhin organisiert in der Arbeiterwohlfahrt, dem Naturschutzbund, den Blomberger Schützen (Immertreu-Rott), TC Blomberg, dem Bund deutscher Kriegsgräberfürsorge sowie den Fördervereinen der HSG Blomberg-Lippe und dem Netzwerk Wirtschaft-Schule.