Workshop-Teilnehmer: Hindenburgplatz umbenennen

Kommunalpolitik

Blomberg. Die knapp 20 Teilnehmer an dem vom SPD-Ortsverein Blomberg veranstalteten Workshop „Hindenburgplatz – Pro und Contra einer Umbennenung“ sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, dem Platz im Herzen der Blomberger Altstadt einen neuen Namen zu geben. Lediglich ein Teilnehmer plädierte dafür den Namen beizubehalten. Teilgenommen an dem Workshop hatten Mitglieder der beiden größten Parteien im Blomberger Rat, eine Vertreterin des Blomberger Heimatvereins und andere interessierte Bürgerinnen und Bürger.

In einer sehr offenen und sachlichen Art und Weise beschäftigten sich die Teilnehmer unter Moderation des Detmolder Historikers Dr. Peter Pahmeyer ca. zweieinhalb Stunden mit der Person Hindenburgs, seiner historischen Rolle und Bedeutung und der Frage, ob Hindenburg in einem demokratischen Staat als Vorbild und Namensgeber für öffentliche Straßen und Plätze dienen kann. Dabei ging es zunächst unabhängig von der eigenen persönlichen Einstellung zu dem Thema darum, im Rollenspiel Pro und Contra-Argumente zu sammeln und zu diskutieren und auch nach Wegen zu suchen zwischen beiden Positionen zu vermitteln. Vor allem aus diesem Arbeitsauftrag heraus wurde der Vorschlag entwickelt den Platz nicht einfach umzubenennen, sondern diese Umbenennung durch eine Info-Tafel zu erläutern. Die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Blomberg Ulla Hahne-Eichhorn zeigte sich mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Veranstaltung sehr zufrieden und bedankte sich am Ende für die offene und sachliche Arbeitsatmosphäre: “Ich finde es bemerkenswert, dass ein solcher -andernorts hin und wieder sehr konfrontativ ausgetragener Diskurs- hier in Blomberg über Parteigrenzen hinweg sachlich geführt werden kann und die CDU unserer Einladung gefolgt ist. Dies spricht für das politische Klima in dieser Stadt.“
Die SPD-Ortverein Blomberg wird sich nun weiter mit diesem Thema beschäftigen.

 
 

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