Schule und Bildung
Schulausscussvorsitzender Klaus Peter Hohenner (SPD) Grundschul-Standortdebatte in vollem Gange
Blomberg. Die stark rückläufigen Einschulungszahlen und der Druck der Bezirksregierung auf die Stadt Blomberg zur Anpassung der (Grund-) Schulstruktur in der Großgemeinde (der Stadtbote berichtete) führen zu einem intensiven kommunalpolitischen Entscheidungsprozess. Um eine sachgerechte Diskussion zu ermöglichen, hat die Stadtverwaltung die denkbaren Alternativen gelistet und mit Vor- und Nachteilen kommentiert. Bürgermeister Klaus Geise: „In der Hauptausschusssitzung am 11. Mai wird die aktualisierte Liste präsentiert und verfeinert. Zur weiteren Entscheidungsvorbereitung wird am 14. Juni eine öffentliche Versammlung stattfinden, in der Eltern und Schulvertreter dann gegenüber Bezirksregierung, Kreis Lippe und der Stadt Blomberg ihre Fragen stellen und ihre Positionen vertreten können. Weitere Beratungen des Schul- und des Hauptausschusses schließen sich dann noch vor der Sommerpause an.“
In einem Gespräch zwischen Verwaltung, den Leiterinnen und Leitern der Grundschulen und Vertretern der Bezirksregierung in der vergangenen Woche wurde deutlich, dass bei der Bildung eines Grundschulverbundes eine Schule dauerhaft mindestens zweizügig geführt werden muss. Ein Verbund der Grundschulen Istrup und Reelkirchen ist damit ebenso wenig möglich, wie ein Verbund aller drei Ortsteilgrundschulen bei dem die Grundschule Großenmarpe einzügig geführt würde, um den Standort Reelkirchen zu stärken. Für einen sorgfältigen Entscheidungsprozess spricht sich auch Schulausschussvorsitzender Klaus-Peter Hohenner (SPD) aus: „Alle bekannten und insbesondere die neuen Argumente wollen mit Bedacht abgewogen werden, es geht schließlich um unsere Kinder. Eine ideale Lösung kann es nicht geben, weil es immer Betroffene gibt. Nach der Hauptausschusssitzung in der nächsten Woche werden wir klarer sehen und weiter in die Diskussion kommen. Der öffentlichen Diskussionsveranstaltung am 14. Juni messe ich eine große Bedeutung zu und verspreche mir auch weitere Erkenntnisse. Voreilige Schlüsse sind in keinem Fall angeraten.“
Veröffentlicht am 08.05.2010