Schulausschussvorsitzender Klaus-Peter Hohenner Zu wenig Schulanfänger
Blomberg. Die Landschaft der Grundschulen in der Großgemeinde steht vor weitreichenden Veränderungen: sollte die Stadt als Schulträgerin nicht auf die sinkenden Schulanfängerzah-len reagieren, so wird die Bezirksregierung in der Grundschule Reelkirchen keine neue Ein-gangsklasse zulassen – die Schule würde langsam auslaufen. Jetzt prüft die Stadt unterschiedliche Alternativen.
Schulausschussvorsitzender Klaus-Peter Hohenner (SPD): „Die Zahlen sind beeindruckend und erschreckend zu gleich: Hatten wir 2000 in fünf Grundschulen noch 234 Schulanfänger, so starten nun im Sommer 2010 nur 174 Jungen und Mädchen. Der Trend geht weiter, denn in 2015 werden mit 137 Kindern noch weniger eingeschult. Dennoch brauchen wir einen schonenden Umgang mit gewachsenen Strukturen", mahnte er.
"Wenn jetzt nichts geschieht, hat die Grundschule Reelkirchen ein Problem", betonte Dezernentin Maria Kisting-Dierker von der Bezirksregierung. "Ich finde das sehr gut, dass Blomberg das Prob-lem so frühzeitig angeht. Andere Kommunen lassen das ein bisschen schlüren", meinte Schulrat Wilfried Starke vom Kreis Lippe. Er verwies auf die Vorgaben des Landes für die Personalausstat-tung der Schulen, die für 23,42 Schüler eine Lehrerstelle vorsieht. Nach diesem Personalschlüssel werden in Blomberg bereits jetzt vier Klassen zu viel gebildet. „Wenn die Schülerzahlen bestimmte Grenzen unterschreiten, kommt es zu einer Unterversorgung mit Fachlehrern“, erläuterte der Schul-rat.
Für Bürgermeister Klaus Geise ist eines klar: "Es wird keine Ideallösung geben, aber vielleicht das kleinere Übel." Die Verwaltung wird nun alle Handlungsoptionen mit Vor- und Nachteilen zusam-men stellen. Als Mittel kommen die Festlegung von Schulgrößen, Schließung bzw. Zusammenlegung von Schulen sowie die Bildung von Grundschulverbünden in Frage.